Erlebnispädagogik: Lama und Alpaka Projekt


Eine Lama-/Alpakawanderung fördert die Teamfähigkeit und hilft Spannungen abzubauen. Neue Freundschaften werden geschlossen, man entdeckt zusammen Neues und hat jede Menge Spaß dabei. Gemeinsam erleben die Kinder ein Abenteuer in der Natur, das gleichzeitig entschleunigt und beruhigt. Das Selbstbewusstsein des Einzelnen wird gestärkt und verstecke Ressourcen werden aktiviert.

Körper, Geist und Seele brauchen Auszeiten von den Anforderungen des Alltags. Die Ruhe und Ausgeglichenheit der Tiere übertragen sich auf die Kinder. Kein Lärm, kein Stress, keine Hektik lenkt Sie von dieser spannenden Begegnung ab. Das Kennenlernen der Vierbeiner und der direkte Kontakt durch Streicheln, Füttern und Führen ist ein unvergessliches Erlebnis.




Prävention schützt - Wie Lilli und Leo „Nein“ sagen

Wissen macht stark! Je besser Kinder und Jugendliche informiert sind und ihre eigenen Wahrnehmungen und Gefühle einschätzen können, desto besser sind sie geschützt.

Die Sorge „Wie schütze ich mein Kind vor sexuellem Missbrauch?“ beschäftigt viele Eltern. Sexualisierte Gewalt ist kein Einzelfall, und Mädchen und Jungen mit besonderem Förderbedarf sind davon noch häufiger betroffen. Aus diesem Grund wurde ein Projekt zur präventiven Arbeit vom Kinderschutzdienst Kirchen, zusammen mit der Theaterpädagogischen Werkstatt Osnabrück, in Wissen an der Wilhelm-Busch-Schule geplant.

Der Kinderschutzdienst ist ein Fachdienst für Kinder und Jugendliche mit Gewalterfahrungen wie z.B. sexuellem Missbrauch, körperliche und/oder psychische Misshandlung. Das Projekt wurde durch eine Spende von Lotto Rheinland-Pfalz finanziert.

Dieses Projekt, das über mehrere Wochen lief, bezog Eltern, Lehrer und Schüler mit ein. Bei einem Elternabend wurde vorab ausführlich über das Präventionsangebot informiert. Als Ansprechpartner standen hierbei die Mitarbeiterinnen des Kinderschutzdienstes Kirchen zur Verfügung.

Kernstück des Projekts war die Arbeit mit den Schülerinnen und Schülern. Prävention ist ein wichtiger Lehrauftrag. Kinder müssen nicht nur ihren eigenen Körper kennenlernen, sondern auch ihre Gefühle.

Die beiden Theaterpädagogen Claudia Lichtwardt und Oliver Grabus zeigten das dreiteilige Theaterstück „Lilli und Leo: Mein Körper gehört mir!“. Hierbei bekamen die Kinder und Jugendliche diese interaktiven Szenen nicht auf einmal zu sehen, sondern an drei verschiedenen Terminen (5., 12. und 19. Mai). Woche für Woche wurde eine Szene gezeigt und danach mit den Zuschauern besprochen.Das Thema sexueller Missbrauch wurde den Schülern und Schülerinnen kindgerecht nahegebracht.

Die einzelnen Teile des Programms widmeten sich den Themen Ja- und Nein-Gefühle, sexueller Missbrauch durch Fremde und durch Täter aus dem Nahbereich der Kinder, und auch den Gefahren aus dem Internet. Trotz der ernsthaften Inhalte wurde viel gelacht und gesungen und über die, von den beiden Darstellern gespielten Szenen, diskutiert.

Diese Vorgehensweise zahlt sich aus. Die nachhaltige präventive Wirkung des Programms wurde z. B. durch die Heinrich-Heine-Universität beim Einsatz an Düsseldorfer Schulen evaluiert.

Im Anschluss an das Theaterprojekt bot der Kinderschutzdienst Kirchen Schüler-Sprechzeiten an der Wilhelm-Busch-Schule an. Diese wurden von den Kindern und Jugendlichen rege genutzt.




Die Präventionskiste für Kinder

Die Präventionskiste für Kinder ist ein kostenfreies Angebot des Kinderschutzdienstes Kirchen. Sie kann von allen Kindergärten und Grundschulen des gesamten Landkreises Altenkirchen gegen eine Kaution ausgeliehen werden.


Die „Starke-Sachen-Kiste für Kinder" dient den Fachleuten der pädagogischen Einrichtungen dazu, mit Mädchen und Jungen altersgerecht zu den Themen Schutz vor Gewalt und Missbrauch zu arbeiten. Die Präventionskiste ist eine wahre Schatzkiste, welche die Kinder stark machen soll. Sie ist bestückt mit Bilderbüchern, Handpuppen und anderen Materialien, sowie Fachliteratur und didaktisch-methodischem Material für Erzieherinnen und Lehrerinnen.

Die Kinder sollen dabei lernen:

  • Gefühle zu kennen und Bedürfnisse zu benennen
  • selbstbewusst Grenzen zu setzen und „Nein" zu sagen
  • bei Bedarf Hilfe zu holen


Der Präventionskoffer für Jugendliche

Der Präventionskoffer für Jugendliche ist ein kostenfreies Angebot des Kinderschutzdienstes Kirchen für alle weiterführenden Schulen des Landkreises Altenkirchen.

Auf die Haltung kommt es an! Wir möchten Fachleute in pädagogischen Einrichtungen mit dem Präventionskoffer dazu einladen und ermutigen durch eine klare Haltung möglichst früh die von ihnen begleiteten Jugendlichen stark zu machen.

Der Präventionskoffer ist eine wahre Schatzkiste und soll Jugendlichen Mut machen und ihnen dabei helfen zu erkennen, welche Stärken und Möglichkeiten, welche „Schätze“ sie in sich tragen.


Der Präventionskoffer bietet Jugendbücher, Fachliteratur und Materialien mit den Themenschwerpunkten zu psychischer, körperlicher und sexueller Gewalt:

  • Sexuelle Bildung als Prävention vor sexueller Gewalt,

  • Aggression und sexuelle Gewalt im Cyberspace und Handy

Die Jugendlichen lernen dabei:

  •  mit Herausforderungen umzugehen,

  • in schwierigen Lebenssituationen Lösungen zu finden,

  • die Wahrnehmung und Einhaltung eigener Grenzen und der Grenzen anderer

Außerdem:

  • Fachliteratur für Lehrer/innen und Schulsozialarbeiter/innen

  • DVDs

  • Didaktisches Material für alle Altersgruppen

  • Infopaket für Einrichtungen


Sie haben Lust auf neue Impulse und Ideen für ihre Arbeit mit den Jugendlichen?

Wir freuen uns auf Ihren Anruf: 02741-9300-46 (oder 47)



Kindertraining „Starke Kids“

Der Kinderschutzdienst hat ein Konzept entwickelt, damit betroffene Kinder ihre Gewalterfahrungen aufarbeiten können.

In diesem Konzept geht es um ein Training zu den Themen Gefühle, Ressourcen, Selbstbehauptung und Gewaltvermeidung. Die Wahrnehmung und das Selbstbewusstsein der Kinder werden dadurch gestärkt.

Der Gruppe kommt bei dieser Arbeitsform eine besondere Bedeutung zu.

Die Kinder entwickeln Stärke durch das Gefühl von Gemeinschaft und Zugehörigkeit. Sie können sich austauschen und lernen voneinander, dass sie nicht alleine mit ihren negativen Erfahrungen sind. Sie lernen durch Rollenspiele ihre Ressourcen und Handlungsspielräume zu erweitern, um mit der erlebten Gewalt zu leben und weitere Gewalterfahrungen zu vermeiden.