Wer wir sind

Unsere wichtigste Zielsetzung ist es, Betroffene zu beraten und mit ihnen Schutzmöglichkeiten zu entwickeln (ggf. in Zusammenarbeit mit anderen Institutionen), sowie weiterführende Hilfen (z.B. Therapie) zu planen und einzuleiten. Eine weitere Aufgabe besteht in der Begleitung bei juristischen Schritten.
Wir beraten als „insoweit erfahrene Fachkraft“ nach § 8a und § 8b SGB VIII zur Sicherstellung des Schutzauftrags bei Kindeswohlgefährdung.

Vier geschulte Fachkräfte sind Ansprechpartnerinnen für alle betroffenen Kinder und Jugendlichen. Wir beraten und betreuen Kinder und Jugendliche unter Beachtung deren individueller Bedürfnisse. An uns kann sich jedes Kind, jeder Jugendliche und jeder Erwachsene sowie Fachkräfte anderer Institutionen wenden, die Fragen haben oder Hilfe benötigen.
Alle, die die Vermutung haben, dass ein Kind Gewalt oder Missbrauch erlebt, können mit uns einen Termin vereinbaren.
Die Beratungsgespräche werden vertraulich behandelt und sind kostenlos.
Wir sind nicht verpflichtet, den Täter oder die Täterin anzuzeigen.

Im Rahmen der Präventionsarbeit führen wir nach Absprache auch Informationsveranstaltungen für Fachkräfte unterschiedlicher Einrichtungen durch (z.B. Schulen, Kindertagesstätten, Ehrenamtlich Tätige…).


Wie wir helfen

Kinder und Jugendliche, die Gewalt erleben, machen auf unterschiedliche Art und Weise auf sich aufmerksam. Es ist oft sehr schwierig, die Signale richtig einzuordnen, da sie selten eindeutig sind. Verhaltensauffälligkeiten von Kindern und Jugendlichen können immer auch andere Ursachen als Gewalt oder sexuellen Missbrauch haben. Dies kann Fragen aufwerfen. Auch für die Klärung solcher Fragestellungen sind die Mitarbeiterinnen des Kinderschutzdienstes Ansprechpartnerinnen.

Die spezielle kindorientierte Arbeitsweise richtet sich nach den Bedürfnissen des Kindes und des Jugendlichen. Sie werden in Abhängigkeit von Alter und Entwicklungsstand an der Hilfeplanung beteiligt. Bezugspersonen werden nach Möglichkeit in die Beratung einbezogen.
Dabei arbeiten wir nach einem ganzheitlichen Ansatz, d.h. Kinder und Jugendliche werden nicht auf deren Gewalterfahrungen reduziert, sondern in ihrer vollständigen Persönlichkeit und innerhalb der gesamten Lebenssituation betrachtet. Dazu gehört auch die Entwicklung einer neuen Lebensperspektive, für die die Berücksichtigung der Ressourcen betroffener Kinder und deren Familien von großer Bedeutung sind.
Der Hilfeprozess erfordert häufig die Kooperation mit anderen Institutionen (z.B. Jugendamt, Schulen, Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe).



Das Team


Von links nach rechts: Daniela Weber, Petra Baldus, Andrea Stein, Lucia Stupperich

Die Professionen der Mitarbeiterinnen sind:

Diplom-Sozialpädagoginnen
Diplom Psychologin

mit Zusatzausbildung in 

  • Systemischer Therapie und Beratung
  • Fachberatung für Psychotraumatologie
  • Traumatherapeutische Methoden (EMDR und Spieltherapie)
  • Deeskalationstraining